Über das Festival

Als Compton Mackenzie, der berühmte Schriftsteller und Gründer der Zeitschrift Gramophone, Tom Walsh vorschlug, in Wexford eine Oper aufzuführen, konnten sich wohl nur wenige vorstellen, wo diese Idee hinführen würde. Aber seit dem ersten „Festival of Music and the Arts“ im Oktober 1951 ist die Wexford Festival Opera zu einem der weltweit führenden Opernfestivals geworden.

Das Festival hat sich von Anfang an einen Namen gemacht, indem es dem Publikum zu Unrecht vernachlässigte Werke vorstellt, von denen seitdem viele einen Platz im Kanon gefunden haben. Seit 64 Jahren haucht das Festival nun neues Leben in vergessene Meisterwerke und hat sich einen Ruf für qualitativ hochwertige Produktionen erarbeitet, die jedes Jahr tausende Opernliebhaber nach Wexford strömen lassen.

Doch damit nicht genug. Seitdem Tom Walsh als Erster das Festival zu internationalem Erfolg verholfen hat, kann die Wexford Festival Opera mit Stolz auf eine Reihe von talentierten und leidenschaftlichen Intendanten zurückblicken, die allesamt Tradition mit mutigen Veränderungen im Gleichgewicht hielten. Im Laufe der Jahre wurde Massenet wieder in das Programm aufgenommen, es entstanden neue Arten von Events (von Gesprächen und Aufführungen bis hin zu den ShortWorks am Nachmittag) und das Festival genießt heute den internationalen Ruf, sowohl große Stars anzuziehen als auch neue Stars hervorzubringen. 1983 stellte das Festival den Bariton Sergei Leiferkus dem westlichen Publikum vor, während die Tenöre Juan Diego Floréz und Joseph Calleja, die Sopranistinnen Mirella Freni, Elizabeth Connell und Angela Meade und die Mezzosopranistin Daniela Barcellona hier allesamt schon früh auftraten. Das Festival bot nicht nur singenden Stars eine Plattform, sondern auch aufstrebenden Dirigenten wie Vladimir Jurowski und Regisseuren wie Francesca Zambello.

Der gefeierte amerikanische Dirigent David Agler hatte 1996 seinen ersten Auftritt beim Festival. Agler war früher der musikalische Leiter der Vancouver Opera und hat 2005 die Position des Intendanten in Wexford übernommen. Seitdem leitet er einen der aufregendsten Abschnitte der Festivalgeschichte. Das alte Theatre Royal, das dem Festival 50 Jahre lang gedient hatte, wurde durch Irlands erstes eigens dafür gebaute Opernhaus ersetzt: ein hochmodernes Gebäude mit zwei Auditorien, in denen man noch anspruchsvollere und spektakulärere Produktionen aufführen kann. Das National Opera House verfügt nun über einem erstklassigen Veranstaltungsort, der seinem internationalen Ruf entspricht, und kann sich dadurch noch besser um vernachlässigte Opernschätze bemühen. Für die Aufführung von Foronis Cristina, regina di Svezia gewann die Opera 2014 den Preis für das beste wiederentdeckte Werk bei den International Opera Awards.

Der Erfolg des Festivals liegt nicht zuletzt an der Stadt Wexford selbst. Die historische Wikingerstadt liegt inmitten einer wunderschönen Umgebung an den Ufern des Flusses Slaney und hat einen ganz eigenen Charakter und Charme. Die Stadt ist nur zwei Stunden von Dublin entfernt und liegt in einer Region, die für ihre bezaubernden Strände und ihre rebellische Geschichte berühmt ist. Sie ist ein Kernstück dessen, was das Festival so einzigartig macht. Jedes Jahr zur Zeit des Festivals ist die Begeisterung in den Straßen, Pubs und Restaurants zu spüren und dank des herzlichen Empfangs durch die Schar der freiwilligen Helfer kommen die Opernliebhaber jedes Jahr wieder.

Mit einer einzigartigen Vision, herausragenden Inszenierungen und einer spektakulären Kulisse in einer wunderschönen Kleinstadt ist die Wexford Festival Opera eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, deren Ende noch nicht abzusehen ist.

Internationale Medien/Pressezitate

„Ein Opernfestival von Weltklasse, das sich auf unbekannte Raritäten spezialisiert hat und in einem winzigen Küstenstädtchen gelegen ist – damit klingt Wexford wie ein klischeehafter Witz. Die Pointe? Es ist absolut herausragend.“
The Spectator, Alexandra Coghlan

„Die irische Magie, die Jahr für Jahr Liebhaber von ausgefallenen Opern in den südöstlichsten Winkel der Grünen Insel lockt, hat auch beim 64. Wexford Festival wieder alle verzaubert.“
The Sunday Times, Hugh Canning, 1. November 2015

„Dieses winzige Fischerstädtchen, an einer Flussmündung gelegen, ist vermutlich der kleinste Ort der Welt, der ein internationales Opernhaus aufzuweisen hat – letztes Jahr wurde es zu Irlands Nationaloper ernannt...“
The Sunday Times, Hugh Canning, 1. November 2015

„Wexford hörte sich letztes Wochenende an wie das beste kleine Opernhaus Italiens nördlich der Alpen.“
The Sunday Times, Hugh Canning, 1. November 2015

„Wexford hat sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet...“ 
Opera News, Brian Kellow, Februar 2015

„Die Wexford Festival Opera findet jeden Oktober und November über zwölf Tage hinweg statt und ist eines der Schlüsselereignisse der internationalen Musik in Europa.“
Wall Street Journal, Brian Kellow, 12. November 2015

„David Aglers bislang größte Leistung in seiner Zeit als Intendant ist die Bildung des ständigen Orchesters und Chors des Festivals, die sich beide auf einem internationalen Festivalniveau befinden...“
Opera Magazine, Rodney Milnes, Januar 2015

„Wexford ist ein Küstenstädtchen im Südosten Irlands, gerade mal 20.000 Menschen leben dort. In seinen Mauern beherbergt es eines der interessantesten Opernfestivals der Welt. Ja, der Welt!“
WDR3 Radio – Köln, Richard Lorber

„Seltenheit und Abwechslung sind die Schlagwörter Wexfords.“
Bachtrack, Mark Pullinger, 25. Oktober 2015

„Irlands Nationaloper wurde 2008 eröffnet und ist ein Juwel. Mit ihrem glänzenden Interieur wirkt sie vertraut und einladend und verfügt dennoch über eine Bühne, die groß genug ist, um Opern aufzuführen, die für viel größere Räumlichkeiten gedacht sind.“
The Sunday Times, Hugh Canning, 1. November 2015